Kategorie: Persönliches

Was liegt bei mir diesen Sommer an?

Ich habe mir diesen Sommer so viel vorgenommen, dass es mich überhaupt nicht stören würde, wenn es die ganze Zeit regnet. Nur für euch täte es mir natürlich leid 🙂

Nach Jahren des Schreibens kommen jetzt Monate des Erscheinens und Herausgebens. Ja, das hört sich edel an, also, an manchen Tagen. An anderen klingt es eher wie eine Schreckensmeldung.

Es war einmal auf Kreta

Mein Altertumsroman „Der Prinz im Labyrinth“ soll diesen Herbst veröffentlicht werden. Die Geschichte spielt im minoischen Kreta vor 3600 Jahren. Es geht darum, wie der griechische Mythos vom Minotaurus entstanden sein könnte. Der Mythos ist altgriechisch, eine Version davon ist in der “Bibliotheke des Apollodor” aufgezeichnet. Diese “Bibliotheke”, eine Sammlung von antiken Sagen, datiert aus dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Schon damals spielte die Handlung in ferner Vergangenheit, zu einer Zeit, wo die Götter mit den Sterblichen verkehrten. Vielleicht haben die Ereignisse, die dem Minotaurus-Mythos zugrunde liegen, in der Bronzezeit stattgefunden. Dahin habe ich sie jedenfalls in meinem Roman versetzt. Wenn du schon jetzt ein bisschen mehr über den Schauplatz, die Figuren und die Geschichte erfahren willst, schau auf der Buchseite “Der Prinz im Labyrinth” nach.

Ein Fresko aus dem “Palast” von Knossos, es ist unter dem Namen “Lilienprinz” bekannt. (1)

Also, das Manuskript ist fertig. Dafür, dass es ein Buch wird, müssen jetzt erst einmal andere Leute sorgen. Meine Lektorin, meine Korrektorin, die Schriftsetzerin, und natürlich muss das Cover professionell designt werden. Aber das erkläre ich mal in einem gesonderten Blog-Beitrag.

Marketing? Na klar!

Wenn so viele Leute sich um meinen Roman kümmern, denkst du vielleicht, ich hätte gar nichts mehr mit der Veröffentlichung zu tun. Doch! Ich muss dafür sorgen, dass das Marketing in Gang kommt. Von selber weiß ja niemand, was für ein genialer Altertumsroman darauf wartet, von Leuten gelesen zu werden, die spannende Geschichten, gut recherchierte Welten und interessante, unkonventionelle Figuren lieben. 🙂

Was? Man merkt mir an, dass ich schon etliche Marketingkurse hinter mir habe? Tja, das stimmt allerdings. Und, nicht zu glauben, Marketing macht absolut viel Spaß! Ich lerne Bloggen, Pinteresten, Keyword Suchen und viele Begriffe aus dem Neudeutschen. „Bucketlist“, „Funfacts“, „SEO“, „Content“ – vorher noch nie davon gehört. Meine Bucketlist ist übrigens: Was ich den Sommer über erledigen will. 🙂

Eine phantastische Reise durch die Zeit

Im Herbst kommt ebenfalls die Anthologie „Das rote Tuch“ heraus. Dieser Kurzgeschichtenband wird von meiner Autorinnengruppe KommPlot zusammengestellt, vier andere Autor:innen haben wir eingeladen mitzumachen.

Kurzgeschichtenband von KommPlot & Friends

Auch hier bin ich absolut gespannt, wie das Cover aussehen wird. Das Bild oben würde gut zu meiner Geschichte passen, denn da geht es um ein Schiff mit einem Mast aus Gold und einem Segel aus rotem Tuch. Ganz fertig ist der Text noch nicht, und auch hier ist wieder Marketing gefragt. À propos Marketing, auf der Buchseite zum Roten Tuch kannst du die Anthologie vorbestellen. 🙂

Die Stadtmusikanten und die Räuber … aus der Wallstreet

Mit meinem französischen Verein projekt9 planen wir ein Straßentheater-Musical: Die Bremer Stadtmusikanten. Es ist ein Remake einer Version, die wir vor ein paar Jahren mit Kindern eingeprobt und aufgeführt haben. Dieses Mal singen, musizieren und schauspielern Erwachsene. Wir haben uns in der Dordogne bei Les Eysies ein Haus gemietet, dort wollen wir eine Woche lang nur proben. Naja, und ein bisschen den Sommer feiern.


So sah das vor 4 Jahren auf der Probe aus.

Ganz wichtig für einen gelungenen Sommer sind natürlich auch: große, fette Eisbecher, lange Hundespaziergänge, Rosé-Wein auf der Terrasse oder einfach irgendwo draußen. Hab ich was vergessen?

Bloggen macht Spaß, muss aber schnell gehen

Seit ich diese Webseite habe, blogge ich, naja, so ab und zu. Weil es bestimmt eine Menge Kniffe gibt, die ich noch nicht kenne, habe ich einen Workshop zum Bloggen belegt. „Rapid Blog Flow“ von Judith „Sympatexter“. Ah, Tschuldigung, es war kein Workshop, sondern ein Wirkshop, „nur echt mit i“, denn Judith spielt gern mit Wörtern.

Blog like nobody’s reading“

Das ist ein Spruch von Judith, und den finde ich absolut motivierend. Er bedeutet, dass ich beim Bloggen einfach losschreiben soll, wie mir die Finger auf die Tasten hüpfen.

Mein heutiger Artikel, sozusagen meine Abschlussarbeit des Wirkshops, soll von meinen Marotten und Sonderbarkeiten handeln, „Funfacts“ auf neudeutsch. Sofort fühle ich mich so mittelmäßig wie schon lange nicht mehr. An mir gibt es nichts Auffälliges. Keine ausgefallene Lieblings-App, ich hab kein Handy. Keine null oder achtunddreißig Punkte in Flensburg, ich hab kein Auto. Wenn ich wüsste, wo ich geboren wurde, könnte ich mit so einem tollen Land punkten wie Judith: Transsylvanien. Aber meine Adoptiveltern wollten nie damit herausrücken, wo sie mich aufgelesen haben.

Wie, meine Nase ist so lang wie die von Pinocchio? Quatsch, das ist nur Photoshop. Noch nicht einmal mit einer ausgefallenen Nase kann ich dienen.

Atavismus, was ist denn das?

Aber eine Sache gibt es in meinem Gesicht, die wirklich auffällig ist. An meiner linken Augenbraue sitzt seit meiner Geburt ein brauner Fleck mit besonders langen und dicken Haaren. Der soll, das hat mir mal ein Arzt gesagt, ein Atavismus sein, also ein uraltes Merkmal, das wieder herausgekommen ist. Ein kleines Stück Primatenfell, das sich in meine Homo-sapiens-Haut eingeschlichen hat. Na, wenn das nicht funfactig ist!

So sieht das aus.

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