Der Mythos vom Minotaurus

Der griechische Minotaurus-Mythos erzählt von einem weißen Stier, der dem Meer entsteigt. Die Königin von Kreta, Pasiphaë, entbrennt in Verlangen nach dem prächtigen Tier. Als Kuh verkleidet lässt sie sich von ihm begatten. Diese Vereinigung bleibt nicht ohne Folgen: Pasiphaës Sohn Asterion wird als Mischwesen mit menschlichem Körper und einem Stierkopf geboren. Dieser „Minotaurus“ lebt in einem Labyrinth, das der Athener Baumeister Daidalos entworfen hat.

Die Ruine einer minoischen Villa, der sogenannte "Palast von Knossos" auf Kreta
Die Überreste eines prächtigen Gebäudes, der “Palast von Knossos” (Foto von Pat Scrap auf Pixabay)

Prinz Asterion

In dem Roman „Pasiphaës Verlangen“ ist Asterion ein Mensch, der auf der südeuropäischen Insel Kreta durch seine helle Hautfarbe, seine silbrig blonden Haare und sein freches Mundwerk auffällt. Der gehässige Bengel ist nicht nur unbeliebt, sondern auch gefürchtet, denn Pasiphaë lässt keine Kritik an ihrem Jüngsten gelten.

Theseus und Ariadne

In der Sage dringt Theseus, der Sohn des athenischen Königs Aigeus, in das Labyrinth ein. Er spürt den Minotaurus auf und tötet ihn. Anschließend findet er mit dem berühmten Faden der Ariadne wieder hinaus ins Freie und kann fliehen.

Daidalos ermittelt

Auch im Roman liegt Asterion eines Tages tot in seinen Gemächern. Der Baumeister Daidalos wird von Pasiphaë beauftragt, den Fall zu untersuchen. Doch bald wird Daidalos selbst verdächtigt.

Daidalos und sein Sohn Ikarus werden in der Sage in das Labyrinth gesperrt. Doch der schlaue Baumeister findet einen Weg, aus dem Gefängnis auszubrechen.

Ein minoisches Fresko aus Knossos, der Ausschnitt zeigt drei reichgeschmückte Frauen.
Minoisches Fresko aus Knossos.

Wenn ihr euch noch ein paar mehr minoische Kunstwerke ansehen möchtet, könnt ihr euch im Heraklion Archaeological Museum umschauen.