Der Prinz im Labyrinth

Die Sage vom Minotaurus neu erzählt

Der Prinz im Labyrinth Taschenbuch und E-Book

Kreta vor 3600 Jahren: Der junge Ikarus verehrt seinen Vater Daidalos, den Berater der kretischen Königin. Deren Sohn wird eines Morgens tot aufgefunden. Daidalos und Ikarus, die wie der mutmaßliche Mörder Theseus aus Athen stammen, geraten unter Verdacht. Die Königin hält sie für Theseus’ Komplizen und sperrt sie ins Gefängnis. Dort lernt Ikarus seinen Vater in einer einzigen Nacht besser kennen, als ihm lieb ist.

Ein spannender Roman für alle, die griechische Heldensagen aus einem modernen Blickwinkel kennenlernen möchten.

Was andere zu meinem Roman sagen:

Charlotte Fondraz entführt uns in eine fremdartige antike Welt, die ich so lebendig noch nie erlebt habe.

Lisa Kuppler, Lektorin

Besonders haben mich die Perspektiven der verschiedenen Figuren beeindruckt, die die Ereignisse aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Eine klare Leseempfehlung!

Invar Eickmeyer, Lektor*in

Charlotte Fondraz schreibt spannend, man spürt ihre wissenschaftlich fundierten Kenntnisse über die Zeit, die Geschichte und den Mythos.

Renas Wortwelt

Der Prinz im Labyrinth ist als E-Book oder als Taschenbuch erhältlich.

Das Taschenbuch kannst du selbstverständlich auch im stationären Buchhandel bestellen.

Textprobe

Ein Scheppern hallte durch den Saal, Daidalos zuckte zusammen. Theseus’ Becher lag zerbrochen auf dem Boden, aber anstatt die Augen auf die Scherben zu senken, starrte er Prinz Asterion direkt an. So ein Dummkopf.
Asterion stand breitbeinig da, mit erhobenem Becher. Offenbar hatte er von seiner Ernennung zum Hafenmeister gewusst, denn überrascht sah er nicht aus.
„Was ist?“, fragte er Theseus. „Schmeckt dir unser Wein nicht, dass du ihn wegschüttest? Oder hast du über die Maßen davon genossen?“
„Weder noch.“ Theseus’ prompte Antwort klang überraschend kühl und selbstsicher.
Daidalos verkniff sich ein Grinsen. Gewänder raschelten. Irgendwo klirrte ein Armband. Die beiden Prinzen standen sich gegenüber wie zwei Kater, die sich lange aus dem Weg gegangen waren und nun an einer Straßenecke unerwartet aufeinandertrafen.
„Weder noch?“ Asterion reckte sich, die gelben Federn seiner Krone flatterten auf. „Rede keinen Unsinn. Du solltest mir lieber gratulieren, Athener. Als Sohn eines mittelmäßigen Herrschers …“
Königin Pasiphaë fasste ihn brüsk am Arm, und er brach ab. Sie funkelte ihn an. Selbst sie erkannte, dass Asterion hier zu weit ging.
„Sohn eines mittelmäßigen Herrschers?“ Theseus schlug sich mit der Faust auf die Brust, sein Pektoral klirrte. „Wenigstens kann ich getrost behaupten, dass es mein leiblicher Vater ist, der auf dem Königsthron von Athen sitzt.“ Er drehte sich um und verließ den Saal. Die Tür knallte hinter ihm zu.

Die Hintergrundstory: der Minotaurus im Labyrinth

Der Mythos vom Minotaurus im Labyrinth

Der "Palast" von Knossos, vielleicht der Schauplatz der Sage vom Minotaurus im Labyrinth

Diese Sage haben uns die alten Griechen überliefert. Die Handlung spielt zu einer Zeit weit vor der Antike, denn die Mutter des Minotaurus, Pasiphaë, soll den Sonnengott Helios zum Vater gehabt haben. Als Kuh verkleidet lässt sie sich von einem Stier begatten. Diese Vereinigung bleibt nicht ohne Folgen: Pasiphaës Sohn Asterion (eigentlich Ἀστέριον > Asterios) wird als Mischwesen mit menschlichem Körper und einem Stierkopf geboren. Dieser „Minotaurus“ lebt in einem Labyrinth, das der Athener Daidalos entworfen hat.

Links: Die Überreste eines prächtigen Gebäudes, der „Palast von Knossos“ (Foto von Pat Scrap auf Pixabay)

Pasiphaë oder Minos, wer hatte das Sagen?

Minoisches Fresko (Aussschnitt) mit drei Damen

In der griechischen Sage spielt Pasiphaës Mann, Minos, eine wichtige Rolle. Doch vielleicht hat es sich bei „Minos“ nicht um einen Namen, sondern um einen Titel gehandelt. In meinem Kreta-Roman habe auf jeden Fall einen Titel daraus gemacht, aber nicht für den König, sondern für die Königin: Minas Pasiphaë.

Auf dem minoischen Fresko (2) rechts sind kretische Damen dargestellt, an ihnen habe ich mich orientiert, als ich die Figur der Pasiphaë entworfen habe.

Asterion, der Minotaurus im Labyrinth

Pasiphaë und Asterios auf einer Trinkschale 4. Jh. BC

In dem Roman „Der Prinz im Labyrinth“ ist Asterion ein Mensch, der auf der südeuropäischen Insel Kreta durch seine helle Hautfarbe, seine silbrig blonden Haare und sein freches Mundwerk auffällt. Der gehässige Bengel ist nicht nur unbeliebt, sondern auch gefürchtet, denn Pasiphaë lässt keine Kritik an ihrem Jüngsten gelten.

Links eine Abbildung auf einer Trinkschale aus dem 4. Jh. v. Chr. (6)

Theseus und Ariadne

In der Sage spürt Theseus, der Sohn des athenischen Herrschers Aigeus, den Minotaurus im Labyrinth auf und tötet ihn. Anschließend findet er mit dem berühmten Faden der Ariadne wieder hinaus ins Freie und kann fliehen.

Daidalos ermittelt

Auch im Roman liegt Asterion eines Tages tot in seinen Gemächern. Der Baumeister Daidalos wird von Pasiphaë beauftragt, den Fall zu untersuchen. Doch bald wird Daidalos selbst verdächtigt.

Daidalos und sein Sohn Ikarus werden in der Sage in das Labyrinth gesperrt. Doch der schlaue Baumeister findet einen Weg, aus dem Gefängnis auszubrechen.

Mein spannender Historienkrimi dreht sich um den Mythos vom Minotaurus im Labyrinth. Doch er versetzt die Handlung in ein hochentwickeltes bronzezeitliches Kreta, wo eine Königin über den mächtigen Inselstaat herrscht.

"Der Prinz im Labyrinth" Taschenbuch und E-Book

Der Prinz im Labyrinth ist als E-Book oder als Taschenbuch erhältlich.

Das Taschenbuch kannst du selbstverständlich auch im stationären Buchhandel bestellen.

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Cover Der silberne Kessel

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