Des Prinzen Kleid

Die Geschichte ist erzählt, jetzt soll daraus ein Buch werden. Als mein Roman, also das Manuskript, fertig geschrieben war, fehlte ihm sogar der Titel! Die Textdatei trägt die Bezeichnung „Minotaurus“, aber dieses Kind sollte doch einen ganz eigenen Namen bekommen. „Der Prinz im Labyrinth“ heißt der Roman nun, aber damit ist er nicht fertig.

Erst einmal schauen, ob die Story keinen Haken hat

Das Lektorat ist der Arbeitsschritt, in dem die Lektor:in den Roman auf Unstimmigkeiten, Verständlichkeit und Schreibstil untersucht. Meinen Roman lektoriert Lisa Kuppler vom Krimibüro, eine begabte und erfahrene Lektorin und Schreibcoach, die ich schon lange kenne und sehr schätze. Lisa gehört wie ich zu den Bücherfrauen. Im Augenblick sitzt sie über meinem Text und überlegt sich vielleicht gerade, wie eine holprige Formulierung glatter gemacht oder ein unschönes Wort durch ein passenderes ersetzt werden kann.


Lisa und ich beim Treffen der Bücherfrauen (Foto von Heidi Wendelstein)

Dann die Kreativität bei der Rechtschreibung zurückfahren

Wenn Lisa fertig ist, geht der Text an mich zurück, ich bearbeite ihre Kommentare, und dann kommt die Korrektorin ins Spiel. Thea Eickmeyer spürt Tipp- und Rechtschreibfehler und Fälle von zweifelhafter Grammatik auf und ist hierbei so gründlich wie Sherlock und Watson zusammen.

Schick aussehen soll’s auch, und zwar innen …

Zum Schluss bringt die Schriftsetzerin Susanne Lomer den korrigierten Text in eine ansprechende Form. Susanne sorgt auch dafür, dass der Titel, die ISBN und so Zeugs an der richtigen Stelle stehen. Dabei muss sie die verschiedenen Formate der Bücher beachten, denn „Der Prinz im Labyrinth“ soll als Taschenbuch und als Ebook herauskommen. Susanne gehört ebenfalls zu den Bücherfrauen. Genial, was man im Netzwerk zu mehreren zustande bringt.

… wie außen

Last not least ist das Cover wichtig. Vorn soll ein tolles Bild drauf, das auch als Minibild (neudeutsch “Thumbnail”) erkennbar und ansprechend ist und das sowohl zum Inhalt als auch zum Genre des Romans passt. Hilfe, zu welchem Genre gehört meine Geschichte? Historischer Roman oder Altertumskrimi? Historisch ist eigentlich falsch, die Handlung von „Der Prinz im Labyrinth“ spielt in der Bronzezeit, also in einer prähistorischen Epoche. Krimi könnte passen, es geht ja darum, einen Mord aufzuklären. Aber Kriminalroman hört sich zu modern an. Deswegen nenne ich mein Genre jetzt „Altertumsroman“, das Wort kommt auch auf den Titel drauf.

Das Illustrat, ein auf Buchcover spezialisiertes Grafikbüro, hat schon für die großartigsten Romane den Titel designt. Das Cover vom Prinzen im Labyrinth wird das genialste ihrer Geschäftslaufbahn 🙂 Sobald es fertig ist, zeig ich es, und du kannst dann sehen, dass ich nicht übertreibe.

Das ist nicht der Prinz im Labyrinth, sondern der sogenannte Lilienprinz (1), ein minoisches Fresko aus dem „Palast“ von Knossos. Doch so eine Federkrone kommt auch im Roman vor.

Wenn diese Arbeitsschritte erledigt sind, muss das Buch nur noch gedruckt und unter die Leute gebracht werden. Du kannst den Roman schon heute vorbestellen:

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  1. Alexandr

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